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Title: In den Wohnzimmern der Macht: Das Geheimnis des Pankower 'Städtchens'
Description: , berlin edition im be.bra verlag, Auflage: 1., Aufl. (1. Januar 2001). 244, 25 x 20,3 x 2,2 cm, Hardcover. Zustand: 2. Das ist keine kurzlebige Enthüllungslektüre, vielmehr werden Zeiten und Menschen lebendig. (Berliner Morgenpost) Meist waren es Unternehmer, die sich vor dem Zeiten Weltkrieg in der ehemaligen Kronprinzen- und Viktoriastrasse in Pankow niederliessen. Nach 1945 wurden deren Häuser von der sowjetischen Militäradministration requiriert, die Besitzer enteignet. Von der Gründung der DDR 1949 bis zum »Auszug« nach Wandlitz 1961 war das »Städtchen« - von der übrigen Bevölkerung gut abgeschottet - Wohnghetto für die Spitzenfunktionäre der SED. Der Autor hat nicht nur die politische Geschichte rekapituliert, sondern sie in die Stadtgeschichte eingebettet und bis in die heutige Zeit aufgeschrieben. Mit vielen erstmals veröffentlichten Abbildungen entsteht so ein spannendes Lese- und Bilderbuch zur Sozial- und Zeitgeschichte, das die Mächtigen von einst ganz privat vorstellt. Die Geschichte des später “Städtchen" (nach russisch“gorodok") genannten Viertels im Berliner Vorort Pankow begann um 1900. Der Fotograf und “Visionär³ Richard Kasbaum baute sich eine imposante Villa, die das Viertel zunächst architektonisch, später auch politisch prägen sollte (das Titelfoto des Buches zeigt das repräsentative Gebäude). Doch der eigentliche Bauboom auf dem Gelände im Umfeld des Schlosses Schönhausen setzte vor allem in den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts ein. Meist waren es kleinere und grössere Unternehmer, die sich hier im Norden Berlins in der ehemaligen Kronprinzen- und Viktoriastrasse niederliessen. Neben dem Erfinder des Fahrraddynamos hatte der Gartenarchitekt sein Haus, Berlins grösster Brotfabrikant lebte neben dem Professor für Chemie. Das Viertel gehörte ­inzwischen nicht nur in Pankow ­ zur besten Adresse und war für Leute mit Geld eine gefragte Wohngegend. Nach dem Krieg wurden die Häuser des ringförmigen Areals im August 1945 von der sowjetischen Militäradministration requiriert und die Besitzer enteignet. In die Villen zogen zunächst Offiziere des NKWD; aber auch kommunistische Politiker wie Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht, Anton Ackermann oder Dichter und Schriftsteller wie Johannes R. Becher und Hans Fallada wohnten bereits ab 1945 hier. Nach Gründung der DDR 1949 wurde das von der übrigen Bevölkerung durch eine Mauer gut abgeschottete “Städtchen³ schnell ein bevorzugtes Wohnghetto für die Spitzenfunktionäre der SED. Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 versetzte jedoch die privilegierten Bewohner vorübergehend in Angst und Schrecken, so dass man nach einem leichter zu bewachenden und noch einsamer gelegenen Wohngebiet suchte. Wegen des günstigeren Fluchtweges Richtung Osten ­ zudem noch in der Nähe der Autobahn ­ entschied man sich 1961 zum “Auszug" nach Wandlitz. Dennoch blieb das “Städtchen" weiterhin Refugium für Funktionäre und ­ für Mitarbeiter der Staatssicherheit. Zwar fielen die Schlagbäume, doch die Überwachung blieb. Auch jetzt war man wie gewohnt ganz “unter sich". Nach der politischen Wende 1989 bezog für kurze Zeit die in Wandlitz obdachlos gewordene SED-Prominenz erneut die alten Villen. Proteste der Bürgerbewegung, Rückübertragungsansprüche der Alteigentümer bzw. deren Erben, vor allem jedoch das Alter der Funktionäre schichtete das Viertel sozial erneut um. Die einstige Wohngegend der Mächtigen wurde zur Strasse der Witwen. Neben der zeit- und stadtgeschichtlichen Dimension dieses “Städtchens" vermittelt der Autor mit seinem Buch aber auch Einblicke in starre Denkstrukturen und Verhaltensmuster der Nomenklatura. In erschreckender Konsequenz wird deutlich, dass dieser auf Misstrauen und Abschottung ausgerichteten Politik von Anfang an das Symbol der Mauer immanent war ­ erst Pankow, dann Wandlitz, schliesslich das ganze Land. Über den Autor Hans-Michael Schulze, 1967 geboren und aufgewachsen in der Altmark; Abitur an der Erweiterten Oberschule "Karl Marx" in Tangerhütte; danach Studium der Kunstgeschichte and der TU Berlin; nebenbei Tätigkeit als Stadtführer; lebt seit zehn Jahren in Höhenschönhausen. Ende der neunziger Jahre vom Bezirksamt Pankow beauftragt, die Geschichte des "Städtchens" in Pankow zu erforschen, Grundlage für das im Herbst in der Berliner Edition des Quintessenz Verlages erschienene Buch "In den Wohnzimmern der Macht". Hans Michael Schulze, 1967 geboren, aufgewachsen in der Altmark, Abitur in Tangerhütte, danach Studium der Kunstgeschichte an der TU Berlin. Nebenbei Tätigkeit als Stadtführer. 2001 erschien in der berlin edition seine Geschichte des so genannten Pankower Städtchens „In den Wohnzimmern der Macht“, 2003 im selben Verlag seine Geschichte der Stasisiedlung Hohenschönhausen „In den Villen der Agenten“. Berlin-Pankow Geschichte Sozialgeschichte Wirtschaftsgeschichte Politik Zeitgeschichte Funktionär SED Ein spannendes Buch zur Zeitgeschichte ISBN-10 3-8148-0088-5 / 3814800885 ISBN-13 978-3-8148-0088-2 / 9783814800882 In den Wohnzimmern der Macht: Das Geheimnis des Pankower 'Städtchens' [Gebundene Ausgabe] von Hans-Michael Schulze (Autor) In den Wohnzimmern der Macht ISBN: 3814800885. Gewicht/weight: 954 gr.

Keywords: Stasisiedlung Hohenschönhausen In den Villen der Agenten Berlin-Pankow Geschichte Sozialgeschichte Wirtschaftsgeschichte Politik Zeitgeschichte Funktionär SED Historiker ISBN-10 3-8148-0088-5 / 3814800885 ISBN-13 978-3-8148-0088-2 / 9783814800882 Das ist

Price: EUR 59.00 = appr. US$ 64.12 Seller: LLU Buchservice
- Book number: BN17941