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Title: Angante serioso und Copncert-Polonaise für Pianoforte. Op. 13. Partitur.
Description: Stuttgart (Stürmer), ca 1900. 4°. 21 S. mit fein gezeichnetem Jugendstil-Titelblatt. Hln der Zeit. Titel und Blattrand gebräunt, eine Seite mit Einriss., Seltene EA mit einer eigenenhändigen signieren Widmung des Komponisten an Prof. Max Pauer auf Titelseite. 1841 Geboren am 22. Juli in Ehingen an der Donau, Alb-Donaukreis. Besuch des Gymnasiums Ehingen. 1856 Musikstudium mit Hauptfach Klavier am Konservatorium in München Musikstudium am neugegründeten Konservatorium in Stuttgart. 1867 Dozent für Klavier am Stuttgarter Konservatorium. Daneben Privatlehrer am württembergischen Königshof bei Fürstin Wera von Russland. Im Auftrag des Königshofs entstehen die Opern Dornrüschen undKonradin von Schwaben. 1879 Ernennung zum Professor. 1912 Ruhestand. 1918 Gestorben am 29. Januar in Stuttgart. Komponierte Klaviermusik, Opern (Dornröschen, Konradin von Schwaben, Waldlegende), Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder und Chöre.. Ritter des württembergischen Friedrischordens erster Klasse. Inhaber der württembergischen grossen und kleinen Medaille für Kunst und Wissenschaft. Dem Liszt-Schüler und Hofpianisten Prof. Dr. Dionys Pruckner gewidmet. Seinerzeit ein bekannter Mann und Kollege Linders (der zuvor dessen Schüler war) am Stuttgarter Konservatorium. Linder zieht hier alle virtuosen Register, der Klavierstil ist eine Mischung aus Liszt, Chopin und Brahms, wird aber sehr persönlich modifiziert. Das vorausgehende Andante ist eine besonders wertvolle Komposition, in der mehr Gedankeninhalt steckt als z. B. in dem entsprechenden Andante spianato von Chopin. Gerade deshalb hat aber Linders Andante nicht jene unmittelbare Wirkung wie das Andante spianato Chopins. Linders Musik, vor allem die langsamen Sätze, erschliessen sich oft erst nach mehrmaligem Zuhören, seine thematischen Einfälle sind nicht von der genialen Unmittelbarkeit eines Liszt oder Chopin. Welchen Rang Linder dennoch als Komponist einnimmt, erkennt man aber daran, dass man ihn ganz selbstverständlich mit den Grössten vergleicht. Die Polonaise ist charakteristisch gelungen und mit allem virtuosen Feuer der Nach-Liszt-Ära ausgestattet. Auch hier Momente der Besinnung voller Polyphonie, die den Sturm wieder dämpfen. Ein Werk, das der Herr Hofpianist sicher nicht im Vorbeigehen erledigen konnte. Der feine Humor Linders wird aus einem kurzen, für die Zuhörer absolut unauffälligen Zitat aus Franz Liszts Konzertetüde äGnomenreigen deutlich, just jener Etüde, welche dieser seinem Schüler Pruckner einst gewidmet hatte.

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Price: EUR 50.00 = appr. US$ 54.34 Seller: Versand-Antiquariat Bebuquin
- Book number: 45576AB

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